Megin Tor - Axel Brück & Rena Greifenberg

Das Schamanische Projekt

Das Magische in der Welt, so wie es uns bei Harry Potter und dem Herrn der Ringe begegnet, gibt es nicht und hat es auch nie gegeben. Doch irgendwo steckt dieses Magische wenigstens als Sehnsucht noch in uns allen. Sonst wäre nicht zu verstehen, warum sich Fantasy und verwandte Genres auch heute noch - oder wieder - so großer Beliebtheit erfreuen.

Eigentlich brauchen wir die Romane der Fantasy gar nicht, um diese Sehnsucht nach dem Magischen zu befriedigen, denn das Wissen um das Magische in der Welt ist nie ausgestorben, es kann auch heute noch jedem Menschen in seinen eigenen Erfahrungen begegnen - und, was noch viel wichtiger ist - der Umgang mit dem Magischen "funktioniert" tatsächlich, auch in dieser alltäglichen Welt, der wir auf den Schwingen der Fantasy-Romane so gerne entfliehen.

Bild einer Schamanentrommel

Nicht ein Blick in die Geschichtsbücher, sondern in die Köpfe unserer Vorfahren zeigt uns: Sie hatten keinen Glauben. Sie brauchten ihn nicht, denn sie wussten jenseits allen Zweifels, dass die Götter wirklich sind, weil sie ihren Gebietern in bewusstseinsverändernden Ritualen und auf ihren Andersweltreisen tatsächlich begegneten. Ebenso sicher wussten sie, dass das Magische in der Welt tatsächlich existiert. Nicht so, wie wir Magie heute in Fantasy-Romanen erleben, sondern in der Form der schamanischen und "hexischen" Begegnung mit den Dingen und Wesen jenseits unserer alltäglichen Wirklichkeit, wie sie heute noch von vielen Völkern der Welt tatsächlich praktiziert wird, um ihr Überleben zu sichern.

Das Magische in der Welt ist ebenso wenig ausgestorben wie das Göttliche, denn es kann jedem Menschen auch heute noch in seinen eigenen Erfahrungen begegnen - und, was noch viel wichtiger ist - der Umgang mit dieser "nichtalltäglichen Wirklichkeit funktioniert" tatsächlich!

Seit nunmehr vierzig Jahren beschäftige ich mich theoretisch ebenso wie praktisch mit diesem Wissen und diesen Erfahrungen. Daraus entstand in den letzten Jahren ein Projekt, das ich "Schamanisches Projekt" nenne. Dieses Projekt dient dazu, schamanisches und "hexisches" Handwerk wieder zu lehren, es in den Alltag zu integrieren und den Zugang zum Magischen und zum Göttlichen wieder zu öffnen - mit überaus positiven und praktisch nutzbaren Folgen für das alltägliche Leben.

Dabei soll das Schamanische Projekt auch deutlich machen, dass es sich beim Umgang mit dem Magischen und Göttlichen gerade nicht um irgendwelchen abgehobenen Eso-Hokuspokus oder pseudo-spirituelles Geschwurbel handelt, sondern um ausgesprochen handfeste, präzise und klar vermittelbare handwerkliche Techniken im Umgang mit einem Teil der Welt und einem Teil in uns, zu dem uns der Schlüssel in den letzten Jahrhunderten verloren gegangen ist.

Bild einer Netzrassel

Das "Schamanische Projekt" heißt nicht, den Schamanismus und das Hexenwesen zu erforschen. Vielmehr erkunden wir die Welt mit den Mitteln der Hexen und Schamanen und finden heraus, wie wir und die Welt davon profitieren können.

nach oben...